EMLA Pflaster

EMLA Pflaster
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00038505
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Emla Pflaster

Anwendungsgebiete:
Lokalanästhesie der Haut im Zusammenhang mit kleineren Eingriffen wie z.B. Einstich einer Kanüle zur Blutabnahme und chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche.

Nicht anwenden bei:
Emla Pflaster darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Amid-Typ, wie z.B. Lidocain und Prilocain (extrem selten) oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
• Patienten mit angeborener oder erworbener Methämoglobinämie.

Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Daten sollten die folgenden Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern beachtet werden:
1. Bei Säuglingen bis zu einem Jahr sollte eine gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels und Methämoglobinbildnern (z.B. Sulfonamiden) vermieden werden.
2. Bei Frühgeborenen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden
3. Bei Neugeborenen und Säuglingen bis 3 Monate sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden.

Emla Pflaster sollte nicht vor einer intracutanen Impfung mit Lebendimpfstoffen angewandt werden (z.B. Tuberkuloseimpfung), da eine Beeinträchtigung der Wirksamkeit des Lebendimpfstoffes nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Nicht-Lebendimpfstoffe werden in ihrer Wirksamkeit nicht gemindert.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendungen von Emla Pflaster während Schwangerschaft und Stillzeit liegen zur Zeit nicht vor.
Lidocain und Prilocain passieren die Plazenta und gehen in die Muttermilch über. Bisher wurden jedoch bei der Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit keine schädlichen Wirkungen beobachtet. Das Risiko von Nebenwirkungen beim Säugling wird wegen der niedrigen systemischen Resorption als gering erachtet.


Nebenwirkungen:
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
• An der behandelten Hautstelle treten häufiger lokale Hautreaktionen wie Blässe oder Rötung auf. Diese Erscheinungen resultieren aus dem direkten Effekt der Lokalanästhetika auf die Blutgefäße und sind normalerweise nur vorübergehend und verlaufen mild. In diesem Zusammenhang treten auch häufiger Ödeme auf, die durch die dichte Abdeckung der Haut mittels des Okklusivverbandes hervorgerufen werden.

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%):
• Gelegentlich wird anfangs ein leichtes Brennen oder Jucken an der behandelten Hautstelle beobachtet.

Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
• Selten sind allergische Reaktionen (bei schweren Fällen bis zum anaphylaktischen Schock) gegenüber der Anwendung von Lokalanästhetika vom Amid-Typ.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Prilocain kann, in hohen Dosen verabreicht, eine Erhöhung des Methämoglobinspiegels verursachen.

Anwendung:
1. Erwachsene, Jugendliche ab 12 Jahre, Kinder und Kleinkinder über 1 Jahr:
• Ein oder mehrere Emla Pflaster auf die zu behandelnden Hautbezirke aufkleben.
• Die mit Emulsion getränkte Auflagefläche eines Pflasters beträgt ca. 10 cm2. Die Einwirkdauer umfasst den Zeitraum, währenddessen das Pflaster mit den Wirkstoffen der Haut aufliegt.
• Bei Kindern von 6 bis zu 12 Jahren sollten nicht mehr als 20 und bei Kleinkindern von 1-6 Jahren nicht mehr als 10 Pflaster gleichzeitig angewendet werden.

2. Säuglinge von 3 bis zu 12 Monaten:
Es sollten nicht mehr als 2 Emla Pflaster gleichzeitig angewendet werden.

Hinweis:
Bei Patienten mit atopischer Dermatitis kann aufgrund der vorgeschädigten Haut eine kürzere Einwirkdauer des Pflasters von ca. 15-30 Minuten ausreichend sein.

Art und Dauer der Anwendung:
• Emla Pflaster sollte wenigstens 1 Stunde vor Beginn des geplanten Eingriffs auf die zu behandelnde Hautfläche aufgeklebt werden. Es bleibt ohne Entfernung des Pflasters einige Stunden wirksam.
• Bei Säuglingen zwischen 3 und 12 Jahren sollte das Pflaster nicht länger als 4 Stunden auf der Haut verbleiben. Vor dem Eingriff sind das Pflaster und die restliche Emulsion von der Haut zu entfernen. Danach beträgt die Anästhesiedauer mindestens noch 1 Stunden.
• Emla-Pflaster sollte nicht auf Wunden oder Schleimhäuten appliziert werden.
• Die Anwendung des Pflasters in der Umgebung des Auges sollte nur mit besonderer Vorsicht erfolgen, da das Arzneimittel die Hornhaut des Auges reizt. Sollte das Pflaster versehentlich mit dem Auge in Kontakt kommen, wird empfohlen, das Auge mit viel lauwarmem Wasser zu spülen.
• Die üblichen Desinfektionsmaßnahmen sind vor dem Eingriff zu beachten.

Anwendungshinweise:
1. Die zu behandelnden Hautbezirke müssen vor der Anwendung des Pflasters gereinigt werden und trocken sein. Falls notwendig, den zu behandelnden Hautbezirk vorher rasieren. Den überstehenden Aluminiumflügel des Pflasters nach hinten biegen.
2. Die weiche hautfarbene Folie vorsichtig abziehen, ohne dabei die aufgebrachte Emulsion zu berühren.
3. Das Pflaster aufkleben und nur am äußeren Rand fest andrücken, damit keine Emulsion seitlich unter dem Pflaster austreten kann.
4. Es ist zweckmäßig, auf dem Rand die Uhrzeit zu notieren, zu der Emla Pflaster aufgeklebt wurde.


Haltbarkeit:
Emla-Pflaster bei Raumtemperatur zwischen 15°C-30°C lagern bzw. aufbewahren.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist