BRAUNOL Schleimhautantiseptikum

BRAUNOL Schleimhautantiseptikum
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Art.Nr.:
01588685
Packungsinhalt:
250 ml Lösung
Abgabehinweis:
Rezeptfrei
Produkt von:
B. Braun Melsungen AG
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Grundpreis:
5,47 EUR pro 100ml
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Anwendungsgebiete:
1. Zur einmaligen Anwendung: • Desinfektion der intakten äußeren Haut oder Antiseptik der Schleimhaut wie z.B. vor Operationen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen und Blasenkatheterisierungen. 2. Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung: • Antiseptische Wundbehandlung (z.B. Decubitus, Ulcus cruris), Verbrennungen, infizierte und superinfizierte Dermatosen. • Hygienische und chirurgische Händedesinfektion.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden: • bei Hyperthyreose oder anderen manifesten Schilddrüsenerkrankungen • bei Dermatitis herpetiformis Duhring • vor und nach einer Radioiodanwendung (bis zum Abschluss der Behandlung) • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Iod oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Das Arzneimittel sollte nur nach strenger Indikationsstellung bei: • Patienten mit blanden Knotenstrumen und nach Schilddrüsenerkrankungen sowie bei prädisponierten Patienten mit autonomen Adenomen bzw. funktioneller Autonomie (besonders bei älteren Patienten) über längere Zeit und großflächig (z.B. über 10% der Körperoberfläche und länger als 14 Tage) angewendet werden, da eine nachfolgende iodinduzierte Hyperthyreose nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. In diesen Fällen ist auch nach Absetzen der Therapie (bis zu 3 Monaten) auf Frühsymptome einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion zu achten und gegebenenfalls die Schilddrüsenfunktion zu überwachen • Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten äußerst limitiert angewendet werden, da das Risiko einer Hypothyreose nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Nach Anwendung des Arzneimittels ist eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion angezeigt. Im Falle einer Hypothyreose ist eine frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchzuführen. Eine akzidentelle orale Aufnahme durch den Säugling muss vermieden werden. Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Arzneimittel - wie alle iodhaltigen Präparate - nur nach strengster Indikationsstellung und äußerst limitiert anzuwenden. Die akzidentelle orale Aufnahme des Arzneimittels durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss vermieden werden. Sofern aufgrund von Art und Umfang der Anwendung des Arzneimittels mit einer ausgeprägten Iod-Resorption zu rechnen ist, muss berücksichtigt werden, dass dadurch auch der Iod-Gehalt der Muttermilch ansteigen kann.


Wirkungen:
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%): • Sehr selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auf, z.B. kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen o.ä. äußern können. In Einzelfällen wurde über eine Beteiligung anderer Organe berichtet. Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle: • Eine nennenswerte Iodaufnahme kann bei längerfristiger Anwendung des Arzneimittels auf ausgedehnten Wund- und Verbrennungsflächen erfolgen. In Einzelfällen kann es bei prädisponierten Patienten zu einer iodinduzierten Hyperthyreose kommen. Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit: • Nach Resorption größerer Povidon-Iod-Mengen (z.B. bei der Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen und renaler Insuffizienz sowie von schwerer metabolischer Azidose beschrieben worden.


Anwendung:
1. Zur Hautdesinfektion oder Antiseptik der Schleimhaut, z.B. vor operativen Eingriffen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen, Blasenkatheterisierungen ist das Arzneimittel unverdünnt anzuwenden. 2. Zur Hautdesinfektion talgdrüsenarmer Haut beträgt die Einwirkungszeit mindestens 1 Minute, bei talgdrüsenreicher Haut mindestens 10 Minuten. Die Haut ist während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht zu halten. 3. Für die Händedesinfektion ist die Lösung unverdünnt anzuwenden. 4. Zur hygienischen Händedesinfektion werden 3 ml der Lösung in die Hände eingerieben. Nach einer Einwirkzeit von 1 Minute Hände waschen. 5. Zur chirurgischen Händedesinfektion werden 2mal 5 ml der Lösung in die Hände eingerieben über eine Einwirkzeit von 5 Minuten. Die Hände müssen während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht gehalten werden. 6. Zur antiseptischen Behandlung oberflächlicher Wunden wird die Lösung unverdünnt auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. 7. In der antiseptischen Oberflächentherapie von Verbrennungswunden wird die Lösung in der Regel unverdünnt auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. 8. Für antiseptische Spülungen, Waschungen und Bäder kann die Lösung verdünnt werden. Als Richtwerte werden folgende Verdünnungen empfohlen: • Spülungen im Rahmen der Wundbehandlung (z.B. Decubitus, Ulcus cruris, Gangrän) und perioperativen Infektionsprophylaxe 1:2 bis 1:20 • antiseptische Waschungen 1:2 bis 1:25 • antiseptische Teilbäder ca. 1:25 • antiseptische Vollbäder ca. 1:100. Art und Dauer der Anwendung: • Die Lösung ist unverdünnt und in Verdünnungen zur äußerlichen Anwendung bestimmt. • Zur Verdünnung eignet sich normales Leitungswasser. Sofern angenäherte Isotonie erwünscht ist, können physiologische Kochsalzlösung oder Ringerlösung verwendet werden. • Zur Anwendung am Auge werden mit Phosphatpuffer gepufferte Lösungen empfohlen (Herstellungsvorschriften: Polyvidon-Iod-Augentropfen 1,25% oder 5% NRF 1513, DAC 1986/Erg. 1992; Polyvidon-Iod-Lösung 1% für die Ophthalmologie, Formularium hospitale/ADKA, Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker 1991). • Die Lösung ist bis zur vollständigen Benetzung auf die zu behandelnde Stelle aufzutragen. Der beim Eintrocknen sich bildende antiseptisch wirkende Film lässt sich mit Wasser leicht abwaschen. • Bei wiederholter Anwendung richtet sich die Häufigkeit und Dauer der Anwendung nach der vorliegenden Indikation. Die Lösung kann ein- bis mehrmals täglich angewendet werden. • Eine Wundbehandlung sollte so lange fortgeführt werden, wie noch Anzeichen einer Infektion oder einer deutlichen Infektionsgefährdung der Wundverhältnisse bestehen. Sollte es nach Absetzen der Behandlung mit der Lösung zu einem Infektionsrezidiv kommen, so kann die Behandlung wieder neu begonnen werden. Hinweise: • Verdünnungen sind stets frisch herzustellen und alsbald zu verbrauchen. • Die Braunfärbung von Povidon-Iod ist eine Eigenschaft des Präparates und zeigt seine Wirksamkeit an. Eine weitgehende Entfärbung weist auf die Erschöpfung der Wirksamkeit des Präparates hin.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist