Anwendungsgebiete:
Koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, Herzinfarkt-Prophylaxe, Tachykardie, Rhythmusstörungen, Prophylaxe und Therapie von Thrombosen und Thrombophlebitiden nach Schwangerschaft und Operation, Verbesserung der Verträglichkeit von Digitalis-Präparten, Tetanie, Neigung zu Krämpfen im gesamten Körperbereich, nächtliche Wadenkrämpfe, Magen-Darm-Spasmen, Übererregbarkeit, Nabelkoliken, Durchblutungsstörungen, Lärmempfindlichkeit, Schwindel, Nervosität, Migräne, Verbesserung der Verträglichkeit oraler Kontrazeptiva, Magnesiummangel (z.B. Schwangerschaft, Stillzeit, Alkoholabusus), Ca-Oxalatstein-Prophylaxe.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei:
• schweren Nierenfunktionsstörungen
• Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphat-Stein-Diathese.
• Myasthenia gravis
• Exsikkose
• metabolischer Alkalose
• chronischen Harnwegsinfekten mit harnstoffspaltenden Bakterien (Gefahr einer Struvitsteinbildung).
Das Arzneimittel sollte nur unter besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosierungsintervall oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden bei:
• leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
• AV-Block
• Dehydratation.
Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus dem Elektrolytstatus eine Gegenanzeige ergibt.
Höhere Magnesium-Zufuhr über längere Zeit ohne Kontrolle der Serum-Magnesium-Werte sollte generell vermieden werden. Insbesondere bei Kindern ist dies kontraindiziert, da Magnesium die Knochenneubildung in der Wachstumsfuge durch Störung der Knorpelzellreifung und der Kalzifikation in der primären Spongiosa nachteilig beeinflussen kann.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch gering.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24-48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden. Die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen.
Anwendung:
3 Lutschtabletten täglich lutschen.