Anwendungsgebiete:
Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei:
• schweren Nierenfunktionsstörungen
• Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphat-Stein-Diathese.
• Myasthenia gravis
• Exsikkose
• metabolischer Alkalose
• chronischen Harnwegsinfekten mit harnstoffspaltenden Bakterien (Gefahr einer Struvitsteinbildung).
Das Arzneimittel sollte nur unter besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosierungsintervall oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden bei:
• leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
• AV-Block
• Dehydratation.
Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus dem Elektrolytstatus eine Gegenanzeige ergibt.
Höhere Magnesium-Zufuhr über längere Zeit ohne Kontrolle der Serum-Magnesium-Werte sollte generell vermieden werden. Insbesondere bei Kindern ist dies kontraindiziert, da Magnesium die Knochenneubildung in der Wachstumsfuge durch Störung der Knorpelzellreifung und der Kalzifikation in der primären Spongiosa nachteilig beeinflussen kann.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch gering.
Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24-48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden. Die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen.
Anwendung:
Die Dosierung richtet sich nach dem Grad des Magnesiumdefizits.
Als mittlere Tagesdosis empfiehlt sich 0,185 mmol Magnesium (entspr. 4,5 mg) pro kg KG.
Bei chronischen und schweren akuten Magnesiummangelzuständen kann die Tagesdosis, falls keine Kontraindikationen vorliegen, bis zur Beseitigung des Defizits unbedenklich auf 0,37 mmol (entspr. 9,0 mg) pro kg KG erhöht werden.
Als maximale Tagesdosis gilt bei Patienten mit normaler Nierenfunktion die Menge, bei der aufgrund der Nebenwirkung Diarrhoe die Dosis reduziert werden muß.
Es gelten folgende allgemeine Dosierungsempfehlungen:
• Erwachsene und Jugendliche:
3mal täglich 1-4 Filmtabletten.
• Kinder ab 6 Jahren:
3mal täglich 1-2 Filmtabletten.
Art und Dauer der Anwendung:
Die Filmtabletten mit ausreichend Flüssigkeit vor den Mahlzeiten einnehmen. Eine Dauerbehandlung ist möglich.