Anwendungsgebiete:
• Leichte bis mäßig starke Schmerzen
• Fieber.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
Das Arzneimittel sollte nur mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei:
• Leberfunktionsstörungen (z.B. durch chronischen Alkoholmissbrauch, Leberentzündungen)
• Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
• Nierenfunktionsstörungen
• Neugeborenen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Paracetamol ist plazentagängig.
Aus Untersuchungen an zahlreichen (923) Mutter-Kind-Paaren haben sich keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Paracetamol während der ersten drei bis vier Monate der Schwangerschaft und dem Auftreten von Fehlbildungen ergeben. Dennoch sollte Paracetamol während der Schwangerschaft nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.
Paracetamol sollte nicht über längere Zeit, in hoher Dosierung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
• Paracetamol geht in die Muttermilch über (entsprechend den Plasmakonzentrationen der Mutter). Bei einer einmaligen Dosis von 650 mg ist der Milch eine Durchschnittskonzentration von 11 Myg/ml gemessen worden. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens während der Behandlung in der Regel nicht erforderlich sein.
Anwendung:
1 Messbecher/Messlöffel (5 ml) enthält 200 mg Paracetamol.
Paracetamol wird in Abhängigkeit von Alter und Körpergewicht dosiert, im Allgemeinen mit 10-15 mg Paracetamol/kg KG als Einzeldosis, bis 50 mg/kg KG als Maximaldosis/d (24 Stunden).
Die Gabe kann in Abständen von 6-8 Stunden wiederholt werden, d.h. 3-4 Einzeldosen/d.
1. Kleinkinder unter 1/2 Jahr, unter 7 kg KG:
• 70-100 mg als Einzeldosis, bis 350 mg als Tagesdosis.
2. Kleinkinder von 1/2-1 Jahr, 7-10 kg KG:
• 100-150 mg als Einzeldosis, bis 500 mg als Tagesdosis.
3. Kleinkinder von 1-3 Jahren, 10-15 kg KG:
• 150-200 mg als Einzeldosis, bis 750 mg als Tagesdosis.
4. Kinder von 3-6 Jahren, 15-22 kg KG:
• 200-300 mg als Einzeldosis, bis 1000 mg als Tagesdosis.
5. Kinder bis 9 Jahre, 22-30 kg KG:
• 300-500 mg als Einzeldosis, bis 1500 mg als Tagesdosis.
6. Kinder und Jugendliche von 9-12 Jahren, 30-40 kg KG:
• 400-600 mg als Einzeldosis, bis 2000 mg als Tagesdosis.
7. Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, über 40 kg KG:
• 500-1000 mg als Einzeldosis, bis 4000 mg als Tagesdosis.
8. Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis reduziert bzw. das Dosierungsintervall verlängert werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die gebrauchsfertige Lösung kann unverdünnt oder, falls erforderlich, auch vermischt mit Speisen und Getränken eingenommen werden. Die Einnahme der Lösung nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.
• Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.
• Die Maximaldosis pro Tag (24 Stunden) darf keinesfalls überschritten und die angegebenen Dosierungsintervalle müssen unbedingt eingehalten werden.
Hinweise:
• Bei längerem hochdosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
• Bei abruptem Absetzen nach längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
• Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Haltbarkeit:
Begrenzte Haltbarkeit nach Anbruch, genaue Angaben siehe Herstellerinformationen.