Anwendungsgebiete:
Zur Palliativtherapie im Sinne einer unspezifischen Reiztherapie bei malignen Tumoren.
Hinweis:
Bei Tumorerkrankungen des hämatologischen und lymphatischen Systems sowie bei immunogenen Tumoren (z.B. Nierenzellkarzinom, malignes Melanom) sollte eine Anwendung nur unter engmaschiger Kontrolle erfolgen, da noch keine ausreichenden klinischen Daten vorliegen.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• Eiweiß-Überempfindlichkeit,
• chronisch progredienten Infektionen (z.B. Tbc),
• bekannter Überempfindlichkeit gegen Mistelzubereitungen.
Da keine ausreichenden Untersuchungen mit dem Arzneimittel bei Kindern vorliegen, sollte das Arzneimittel bei Patienten unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Wirkungen:
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
Bei subkutaner Injektion kann eine vorübergehende Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle auftreten.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• Schüttelfrost
• hohes Fieber
• Kopfschmerzen
• pektanginöse Beschwerden
• orthostatische Kreislaufstörungen
• allergische Reaktionen
Anwendung:
Pro Injektion sollten 0,5 ml (1 Ampulle) gegegen werden.
Hinweis:
Vor Beginn der Behandlung sollte eine Allergie auf Mistelextrakt durch intracutane Vortestung ausgeschlossen werden.
Intracutane Vortestung mit 0,1 ml 1:100 verdünnter Injektionslösung (Herstellung der Verdünnung: 0,1 ml Injektionslösung auf 10 ml physiologische Kochsalzlösung).
Art und Dauer der Anwendung:
• Zur subcutanen Behandlung wird das Arzneimittel unter die Bauchhaut, in Oberschenkel oder Oberarm injiziert.
• Zur Infusion kann das Arzneimittel mit physiologischer Kochsalzlösung verdünnt werden. Das Arzneimittel sollte nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
• Die intravenöse Injektion oder Infusion in 250 ml isotoner Kochsalzlösung ist vom Arzt vorzunehmen.
• Empfohlen werden zwei Applikationen pro Woche im Abstand von 3-4 Tagen (z.B. Montag und Donnerstag bzw. Dienstag und Freitag).
• Die Dauer der Behandlung sollte mindestens 3 Monate betragen und kann nach Bedarf über Jahre fortgeführt werden. Dabei hat sich folgendes Therapieschema bewährt: Behandlungszyklen von 3 Monaten mit jeweils einem Monat Pause.
• Eine erneute Vortestung ist bei Fortführung der Therapie nicht notwendig.
• Nicht in entzündete Hautareale (Venenentzündungen) oder in Bestrahlungsfelder injizieren.
Haltbarkeit:
• Lagerung im Kühlschrank bei 2-8° C.
• Die Kühlkette darf während Lagerung und Transport nicht unterbrochen werden.
• Die gebrauchsfertige Zubereitung in physiologischer Natriumchloridlösung zur Infusion sollte innerhalb von 8 Stunden verwendet werden.