Anwendungsgebiete:
Infektionen, die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Candida glabrata u.a.) hervorgerufen worden sind:
• Infektion der Mundhöhle (Mundsoor) und des Magen-Darm-Traktes
• Prophylaxe sekundärer Mykosen bei krankheits- oder behandlungsbedingter Abwehrschwäche (z.B. bei Gabe von Zytostatika, Kortikoiden oder Breitspektrum-Antibiotika) sowie bei rezidivierenden Haut-, Schleimhaut- und Vaginalmykosen, sofern eine Hefepilzbesiedlung des Mund-Magen-Darmtraktes vorliegt.
Hinweis:
Orale Nystatin-Zubereitungen eignen sich nicht zur Behandlung systemischer Mykosen.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Nystain oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wegen der hohen Osmolarität der Suspension wird ein Gabe bei sehr untergewichtigen und unreifen Frühgeboren abgeraten.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Da die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft nicht belegt ist, sollte Nystatin in der Schwangerschaft daher nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewandt werden.
• Da Nystain in oraler Gabe in üblicher Dosierung nicht nennenswert resorbiert wird, wurde die Muttermilchgängigkeit nicht untersucht.
Wirkungen:
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%):
Gelegentlich werden bei hoher Dosierung gastrointestinale Beschwerden wie z.B. Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen beobachtet.
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
Bei Einnahme der Suspension können in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Selten wurden Exantheme, einschließlich Urtikaria, berichtet. Sehr selten wurde das Stevens-Johnson-Syndrom beobachtet.
Anwendung:
• Kinder und Erwachsene:
4-6mal täglich 1 ml Suspension nach den Mahlzeiten in den Mund tropfen.
• Säuglinge und Kleinkinder:
Bei Mundsoor: 4-6mal täglich 0,5 ml-1 ml in jede Mundhälfte
Bei Darmsoor: 4mal täglich 1-2 ml Suspension.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Flasche vor Gebrauch kräftig schütteln. Anschließend mit der Pipette die Suspension bis zum gewünschten Markierungsstrich (0,5 oder 1 ml) aufziehen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Pipette nicht mit der Mundschleimhaut bzw. mit Speichel in Kontakt kommt.
• Mundsoor:
Die Suspension mit der beigefügten Pipette nach den Mahlzeiten in den Mund tropfen, so dass eine gute Benetzung der gesamten Mundhöhle erreicht wird. - Darmsanierung:
Nach der Anwendung im Mund wird die Suspension geschluckt und dient dann der Darmsanierung.
• Liegt kein Mundsoor vor, so kann die Suspension gleich heruntergeschluckt und, bei Schwerkranken mit Schluckbeschwerden, über eine Magensonde verabreicht werden. In diesen Fällen kann die Suspension auch vor den Mahlzeiten gegeben werden.
• Die Behandlung sollte mindestens noch 2 Tage nach Abklingen der Symptome fortgeführt werden und eine mikrobiologische Kontrolluntersuchung sollte durchgeführt werden.
• Auch wenn die Symptome der Krankheit innerhalb von ein paar Tagen bessern, sollte die Behandlung nicht unterbrochen werden.
• Wenn lokale Irritationen auftreten, sollte umgehend der Arzt befragt fragen.
• Wenn sich kein therapeutischer Erfolg der Behandlung zeigt, sollte, bevor eine andere Therapie erfolgt, eine geeignete mikrobiologische Untersuchung durchgeführt werden.