Anwendungsgebiete:
Zur lokalen Behandlung des Mundsoors und zur Sanierung des Darmes bei Hefebefall.
Hinweise:
• Die Suspension ist besonders geeignet für Säuglinge, Kleinkinder und schluckbehinderte Patienten.
• Orale Nystatin-Zubereitungen sind zur Behandlung von Systemmykosen nicht geeignet.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen Nystain oder einen der sonstigen Bestandteile der Zubereitung.
Wegen der hohen Osmolarität der Suspension (ca. 2800 mOsmol/l) wird von der Anwendung bei Frühgeborenen abgeraten.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Nystatin wird oral kaum resorbiert und ist daher als praktisch untoxisch anzusehen. Kanzerogenitäts-, Mutagenitäts-, Teratogenitäts- und Reproduktionsuntersuchungen sind nicht jedoch bekannt. Da die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft nicht belegt ist, sollte Nystatin in der Schwangerschaft daher nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewandt werden.
• Es ist nicht bekannt, ob Nystatin in die Muttermilch übergeht. Daher sollte Nystatin in der Stillzeit mit Vorsicht angewandt werden.
Anwendung:
• Kinder und Erwachsene:
Abhängig vom Lebensalter 4mal täglich 2-6 ml Suspension nach den Mahlzeiten in den Mund tropfen.
• Säuglinge und Kleinkinder 4mal täglich 1-2 ml (jeweils 0,5 ml-1 ml in jede Mundhälfte).
Nach der Anwendung im Mund wird die Suspension geschluckt und dient dann der Darmsanierung.
• Zur Prophylaxe erhalten Neugeborene jeweils 1 ml während der ersten 4 Lebenstage.
Art und Dauer der Anwendung:
Die Flasche vor Gebrauch kräftig schütteln. Anschließend mit der Pipette die Suspension bis zum gewünschten Markierungsstrich (0,5 oder 1 ml) aufziehen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Pipette nicht mit der Mundschleimhaut bzw. mit Speichel in Kontakt kommt.
• Mundsoor:
Die Suspension mit der beigefügten Pipette nach den Mahlzeiten in den Mund tropfen, so dass eine gute Benetzung der gesamten Mundhöhle erreicht wird. - Darmsanierung:
Nach der Anwendung im Mund wird die Suspension geschluckt und dient dann der Darmsanierung.
Liegt kein Mundsoor vor, so kann die Suspension gleich heruntergeschluckt und, bei Schwerkranken mit Schluckbeschwerden, über eine Magensonde verabreicht werden.
In diesen Fällen kann die Suspension auch vor den Mahlzeiten gegeben werden. Bei Mundsoor soll die Behandlung 2-3 Tage über das Verschwinden der sichtbaren Symptome hinaus fortgesetzt werden. Bei Hefeinfektionen des Magen-Darm-Traktes sollte die Behandlung im allgemeinen 2 Wochen durchgeführt werden.
Bei Nichtansprechen (nach 14 Tagen Behandlung) muss die Diagnose überprüft bzw. auf eine andere Therapie umgestellt werden.
Haltbarkeit:
Flasche gut verschlossen halten.