Anwendungsgebiete:
Nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist und eine orale Therapie nicht möglich ist.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• AV-Block oder sonstigen kardialen Überleitungsstörungen
• schwerer Niereninsuffizienz, Anurie (Gefahr der Kumulation von Magnesium; Intoxikationserscheinungen)
• Exsikose
• Myasthenia gravis
• Infektsteindiathese (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine).
Hinweis:
Die Injektion von Magnesiumsalzen bei gleichzeitiger Herzglykosid-Therapie ist nur in Fällen von Tachykardie bzw. Tachyarrhythmie angezeigt.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Für Magnesium liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Das Arzneimittel kann in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Wird Magnesium parenteral hochdosiert kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24-48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden.
Anwendung:
1 Ampulle zu 10 ml wird in 1- bis 2tägigem Abstand langsam intravenös injiziert.
Hinweise:
• Vorsichtige Dosierung ist erforderlich bei Patienten mit renaler Funktionseinschränkung. Der Serum-Magnesiumspiegel dieser Patienten ist zu überwachen.
• Starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Gabe von Magnesiumsalzen können darauf hinweisen, dass bereits ein überhöhter Magnesium-Serum-Spiegel erreicht ist. In diesem Fall ist die Dosis zu verringern bzw. die Medikation vorübergehend abzusetzen.
• Bei hochdosierter parenteraler Magnesiumtherapie muss folgendes geprüft werden:
-- Die Patellarsehnenreflexe müssen erhalten sein.
-- Die Atemfrequenz darf 16 Atemzüge pro Minute nicht unterschreiten.
-- Die Urinausscheidung soll mindestens 25 ml pro Stunde betragen. Ist sie geringer, besteht die Gefahr der Hypermagnesiämie.
-- Als Antidot müssen Ampullen Calciumgluconat 10% bereit gehalten werden.
• Sollte bei lebensbedrohlichen Zuständen das Antidot nicht ausreichend sein, sind intensivmedizinische Maßnahmen zu ergreifen.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die intravenöse Injektion muss sehr langsam am liegenden Patienten (die ersten 3 ml in 3 Minuten) erfolgen.
• Eine zu schnelle Injektion kann zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schwitzen, vereinzelt starkem Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, Agitiertheit, Erregung und Tremor führen.
• Es empfiehlt sich, die Patienten nach der Injektion noch 10-20 Minuten ruhen zu lassen.
• Es können gelegentlich Sensationen auftreten, wie sie von der Calcium-Injektion bekannt sind.
Haltbarkeit:
Vor Licht geschützt aufbewahren