Anwendungsgebiete:
Vaginaltabletten:
• Infektiöser Ausfluss, bedingt durch Candida
• Entzündungen der Vagina durch Pilze, meist Candida
• Superinfektionen mit Clotrimazol-empfindlichen Bakterien.
Creme:
• Mykosen der Haut und Schleimhäute durch Dermatophyten, Hefen (z.B. Candida-Arten) und Schimmelpilze
• Erythrasma (bestimmte Hauterkrankung, hervorgerufen durch Corynebacterium minutissimum)
• Pityriasis versicolor
• oberflächliche Candidosen.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Clotrimazol oder einen der sonstigen Bestandteile.
Das Arzneimittel darf in den folgenden Fällen nicht in der Selbstmedikation, sondern nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden:
• bei erstmaligem Auftreten der Erkrankung
• wenn die Erkrankung häufiger als 4mal im Verlauf der vergangenen 12 Monate aufgetreten ist
• bei Patientinnen unter 18 Jahren da für diese Altersgruppe keine entsprechenden Untersuchungen vorliegen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht in der Selbstmedikation, sondern nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Besondere Vorsicht ist geboten bei der vaginalen Anwendung in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft sollte die Behandlung durch den Arzt erfolgen oder ohne Verwendung des Applikators.
Anwendung:
1 Vaginaltablette abends an drei aufeinanderfolgenden Tagen möglichst tief in die Scheide einführen.
Die Creme 1-3mal täglich anwenden.
Hinweis:
Da meist Vagina und Vulva betroffen sind, sollte eine Kombinationsbehandlung (Behandlung beider Bereiche) durchgeführt werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Creme dünn auf die erkrankten Hautstellen auftragen.
• Die Anwendung der Vaginaltabletten geschieht am besten in Rückenlage bei leicht angezogenen Beinen.
• Die Behandlung sollte zweckmäßigerweise nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor deren Beginn abgeschlossen sein.
• Eine Behandlung während der Menstruation sollte nur bei ausgeprägter klinischer Symptomatik erfolgen.
• Im allgemeinen ist bei einer Scheidenentzündung, verursacht insbesondere durch Pilze, eine 3-tägige Behandlung ausreichend. Falls erforderlich, kann eine zweite Behandlung über 3 Tage durchgeführt werden.
• Die allgemeine Therapiedauer bei Candida-Vulvitis/-Balanitis beträgt 1-2 Wochen.
• In der Selbstmedikation wird die Behandlung von intravaginalen Pilzinfektionen ohne Rücksprache mit dem Arzt auf 4 Tage begrenzt.
Hinweise:
• Bei trockener Scheide kann es vorkommen, dass sich die Vaginaltabletten nicht vollständig auflösen. In diesem Fall empfiehlt sich die Anwendung einer entsprechenden Vaginalcreme.
• Im allgemeinen gehen die Symptome einer Vaginalmykose (wie Juckreiz, Ausfluß, Brennen) innerhalb der ersten vier Tage nach Beginn der Behandlung deutlich zurück. Falls die Symptome nach der Behandlung nicht vollständig abgeklungen sind oder sich verschlimmert haben sollten, muss ein Arzt aufgesucht werden.
• Bei ärztlich diagnostizierten Entzündungen von Eichel und Vorhaut des Partners durch Pilze sollte beim Partner eine zusätzliche lokale Behandlung mit einer Clotrimazol-haltigen Creme erfolgen.
Hinweise:
Hinweise für den Patienten:
Bei der Behandlung verschwinden in der Regel sehr schnell die äußeren Anzeichen wie Juckreiz und Ausfluß. Das bedeutet aber nicht, daß bereits alle Erreger vollständig abgetötet sind. Es ist daher sehr wichtig, daß die Behandlung über die vorgeschriebene Dauer durchgeführt wird.
Um eine sichere Wirkung zu erzielen, sollte die Behandlung möglichst nicht während der Monatsblutung erfolgen. Falls die Monatsblutung kurz bevor steht, sollte der Arzt informiert werden.
Größter Wert ist auf die persönliche Hygiene zu legen. Vor und nach der Anwendung gründlich Hände waschen. Nach dem Wasserlassen vorsichtig mit Toilettenpapier abtupfen. Um eine Erregerübertragung vom Darmausgang in die Scheide zu vermeiden, sollte nach dem Stuhlgang mit Toilettenpapier nach hinten gereinigt werden. Weiterhin ist auf das tägliche Wechseln von Unterwäsche, Handtüchern und Waschlappen zu achten. Es sollten nur solche Gewebe verwendet werden, die gekocht werden können. Keine Unterwäsche aus Kunstfaser oder zu eng sitzende Hosen tragen. Durch zu intensive Waschungen des Intimbereichs mit normaler Seife oder Scheidenspülungen kann der natürliche Schutzmechanismus der Scheide beeinträchtigt werden.
Pilzinfektionen im Genitalbereich können auf verschiedene Art (z.B. Bäder, öffentliche Toiletten usw.) erfolgen; eine solche Infektion ist jedoch keine Geschlechtskrankheit. Beim Bestehen einer Scheideninfektion muß aber davon ausgegangen werden, daß der Erreger durch den Geschlechtsverkehr weiter übertragen wird. Zum Schutz vor einer späteren Wiederansteckung (Reinfektion) empfiehlt es sich deshalb, den Partner ebenfalls durch einen Arzt untersuchen zu lassen, auch wenn sich keine Anzeichen einer Erkrankung zeigen.