Anwendungsgebiete:
Therapie oder Vorbeugung von klinischen Folsäure-Mangelzuständen verschiedener Ursachen, die diätetisch nicht behoben werden können, wie:
a) Megaloblasten-Anämien (Form der Blutarmut): tropische und europäische Sprue (Dünndarmerkrankungen)
b) neurologische bzw. psychatrische Störungen
c) Schleimhautveränderungen.
Ursachen des klinisch-chemisch gesicherten Foläuremangels:
1. Mangel oder Fehlernährung bei chronischem Alkoholismus, therapie-resistentem Malabsorptionssyndrom (z.B. einheimische Sprue, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) nach Resektion des oberen Dünndarms, vermindertem enterohepatischen Kreislauf, bei Dauerhämodialyse.
2. Gesteigerter Bedarf z.B. Schwangerschaft und Stillzeit, Erkrankungen mit hoher Zellumsatzrate oder chronischem Blutverlust.
3. Als Folge einer Therapie mit Antikonvulsiva, Folsäure-Antagonisten (z.B. Methotrexat) oder Einnahme von Ovulationshemmern ("Pille") bei langfristigem Gebrauch.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Megaloblasten-Anämie infolge isolierten Vitamin B12-Mangels (z.B. infolge Mangels an intrinsic Factor) ohne gleichzeitige Vitamin B12-Therapie.
Bei Megaloblasten-Anämie unklarer Ursache muss auch bei lebensbedrohlichen Zuständen wegen der Gefahr irreversibler neurologischer Störungen vor Therapiebeginn die Diagnose eines evtl. Vitamin B12-Mangels ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Bei Verwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit sind keine Risiken bekannt.
Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, 1-5 mg Folsäure täglich (entsprechend 0,2 bis 1ml) bei längerer parenteraler Ernährung (Infusionstherapie), ferner bei Resorptionsstörungen wie Malabsorption, Zustand nach Dünndarmresektion, Lebererkrankungen.
Art und Dauer der Anwendung:
• Das Arzneimittel wird intramuskulär oder intravenös injiziert.
• Die Dosierung und die Dauer der Anwendung ist von dem klinischen Bild des Patienten abhängig.
Haltbarkeit:
Die Injektionslösung soll vor Licht geschützt gelagert werden.