Anwendungsgebiete:
• Zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose.
• Zur Vorbeugung eines Calciummangels bei erhöhtem Bedarf (z.B. Wachstumsalter, Schwangerschaft, Stillzeit).
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels
• Hypercalcämie, z.B. infolge primärem Hyperparathyreoidismus, Vitamin-D-Überdosierung, paraneoplastischen Syndromen (bei Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, Hypernephrom, Plasmazytom), Knochenmetastasen, Sarkoidose der Lunge, Immobilisationsosteoporose.
Das Arzneimittel sollte nur unter laufender Überwachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und Urin angewendet werden bei:
• Niereninsuffizienz
• absorptiver oder renaler Hypercalcurie
• Nephrocalcinose
• Calciumnierensteinen
• Hypophosphatämie.
Bei Patienten mit calciumhaltigen Nierensteinen in der Familie sollte eine absorptive Hypercalcurie ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Berichte über schädliche Wirkungen von Calcium während der Schwangerschaft und in der Stillperiode beim Menschen sind nicht bekannt geworden.
Anwendung:
Die empfohlene Dosis beträgt 600-1200 mg Calcium täglich, entsprechend 1-2mal täglich 1 Tablette.
Art und Dauer der Anwendung:
Die Einanhme erfolgt zum oder nach dem Essen.
Die Behandlung des Calciummangels und der Osteoporose ist langfristig anzulegen. Ihre Dauer orientiert sich an dem angestrebten therapeutischen Ziel.
Hinweise:
• Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zu Hypercalcämie, Hypercalcurie und zur metabolischen Alkalose kommen.
• Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von verschiedenen Antibiotika wie z.B. Tetracyclinen, Chinolonen, einigen Cefalosporinen sowie vielen anderen Arzneimitteln (z.B. Ketoconazol, Eisen-, Natriumfluorid-, Estramustin- und Bisphosphonatpräparaten wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat vermindert. Zwischen der Einnahme von Calciumcarbonat und der Einnahme anderer Präparate sollte daher in der Regel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden. - Calciumcarbonat wird im Magen in lösliches Chlorid überführt und auf diese Weise bioverfügbar. Bei Patienten mit Achlorhydrie kann die Löslichkeit beeinträchtigt und die Bioverfügbarkeit vermindert sein. Die Bioverfügbarkeit ist jedoch gewährleistet, wenn diese Patienten das Arzneimittel zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen. - Bei Patienten, die gleichzeitig Antazida einnehmen, sollte berücksichtigt werden, dass Calciumcarbonat auch säurebindende Eigenschaften hat.