Anwendungsgebiete:
Kurzzeitbehandlung von Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis).
Hinweis:
Das Arzneimittel eignet sich nicht zur sofortigen Behebung akut auftretender Krankheitszeichen beim allergischen Schnupfen.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Beclometason-17,21-dipropionat oder einen der sonstigen Bestandteile.
Pilzerkrankungen oder andere Infektionen im Bereich der Nase und der Nebenhöhlen müssen vor Anwendung des Arzneimittels ausreichend diagnostiziert und der jeweiligen Infektion entsprechend spezifisch behandelt werden.
Das Arzneimittel ist nicht indiziert zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft, vor allem in den ersten 3 Monaten, nicht eingesetzt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegen und Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen und andere embryo-toxische Wirkungen ergeben haben. Bei Langzeittheapie sind intrauterine Wachstumstörungen nicht auszuschließen. Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Feten die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionstherapie beim Neugeborenen erforderlich machen kann.
• Zu Beclometason-17,21-dipropionat liegen keine Daten zum Übergang in die Muttermilch vor. Glucokortikoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Die Belastung des Säuglings wird dabei in der Regel weniger als 1/100 der systemisch bei der stillenden Mutter zur Verfügung stehenden Dosis betragen. Trotzdem sollte bei Anwendung höherer Dosen oder bei einer Langzeitbehandlung abgestillt werden.
Wirkungen:
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
• Selten können trockene und gereizte Nasen- oder Rachenschleimhaut, unangenehme Geruchs- oder Geschmacksempfindung und Nasenbluten auftreten.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen ist nach Anwendung von kortikoidhaltigen Nasensprays über eine Schädigung der Nasenscheidewand (Nasenseptumperforation) oder über eine Erhöhung des Augeninnendruckes bis zum Glaukom berichtet worden.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit: - Beeinträchtigungen des Wachstums bei Kindern sind nicht ausgeschlossen.
Anwendung:
Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, kann folgende Dosierung als Richtlinie für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren dienen:
• 2 Einzeldosen (0,1 mg Beclometason-17,21-dipropionat) 2mal täglich in jedes Nasenloch einsprühen. In vielen Fällen genügt eine weniger häufige Einsprühung in jedes Nasenloch.
• Sobald die Krankheitszeichen (z.B. Fließschnupfen, verstopfte Nase) sich gebessert haben, sollte die Behandlung mit der niedrigst möglichen Dosis fortgesetzt werden.
• Eine Tagesdosis von 8 Einzeldosen (4 Einzeldosen, entsprechend 0,2 mg Beclometason-17,21-dipropionat pro Nasenloch) sollte normalerweise nicht überschritten werden.
Hinweise:
• Es sollte auf die niedrigste Dosis, mit der eine effektive Kontrolle der Symptome erreicht werden kann, eingestellt werden.
• Nasal anzuwendende Glukokortikoide können systemische Nebenwirkungen verursachen, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume gegeben werden. Es wurden Wachstumsverzögerungen bei Kindern berichtet, die nasal anzuwendende Glukokortikoide in der empfohlenen Dosierung erhielten.
• Es wird empfohlen, das Wachstum von Kindern, die eine Langzeittherapie mit nasal anzuwendenden Glukokortikoiden erhalten, regelmäßig zu kontrollieren. Bei Wachstumsverzögerungen sollte die Therapie überdacht werden mit dem Ziel, die Dosis des nasal anzuwendenden Glukokortikoids auf die niedrigste Dosis zu verringern, mit der eine effektive Kontrolle der Symptome aufrecht erhalten werden kann.
• Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung kann eine klinisch relevante Funktionsminderung der Nebennierenrinde mit einer verminderten Produktion bzw. einer bei gesteigertem Bedarf (Stresssituationen) nicht mehr ausreichend steigerbaren Produktion körpereigener Glukokortikoide auftreten. In solchen Fällen sollte in Stresssituationen (z.B. vor Operationen) eine vorübergehende zusätzliche Glukokortikoidgabe zum Ausgleich der verminderten natürlichen Glukokortikoidproduktion erwogen werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Das Arzneimittel ist zum Einsprühen in die Nase bestimmt. (Eine ausführliche Bedienungsanleitung ist in der Gebrauchsinformation für den Patienten enthalten.)
• Bleiben die Beschwerden trotz Anwendung von Beclometason über mehrere Tage bestehen, soll der Patient einen Arzt aufsuchen, damit dieser überprüft, ob eine Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel angezeigt ist oder ob andere Maßnahmen eingeleitet werden sollen.
Hinweis:
Das Arzneimittel eignet sich nicht zur sofortigen Behebung akut auftretender Krankheitszeichen beim allergischen Schnupfen. Die Behandlung mit dem Arzneimittel bessert die diesen Beschwerden zugrundeliegenden Störungen, und eine ausgeprägte Wirkung ist meist innerhalb weniger Tage zu erwarten. Deshalb ist es wichtig, das Spray regelmäßig anzuwenden.
Haltbarkeit:
Bei Raumtemperatur aufbewahren.